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Vielversprechende Zielgruppen: Auszubildende, neue Mitarbeiter, Berufsrückkehrerinnen

Was sind die opti­ma­len Ein­rei­cher im Ide­en­ma­nage­ment?

Es sind Men­schen, die wis­sen, wovon sie spre­chen. Men­schen, die die Pro­zes­se, in denen sie arbei­ten, ken­nen. Men­schen, die eine Maschi­ne ver­bes­sern wol­len, und die die­se Maschi­ne wirk­lich ken­nen.

Es sind aber auch Men­schen, die nicht betriebs­blind sind. Men­schen also, die wis­sen, wie wir hier in unse­rer Orga­ni­sa­ti­on vor­ge­hen – und die sich trotz­dem gut vor­stel­len kön­nen, dass man auch anders vor­ge­hen kann.

Opti­ma­le Ein­rei­cher sind also, zumin­dest men­tal, Grenz­gän­ger: Sie ste­hen mit einem Bein in der Orga­ni­sa­ti­on und ver­ste­hen, was dort pas­siert. Mit dem ande­ren Bein ste­hen sie außer­halb und ver­ste­hen, was man alles anders machen könn­te.

Der­ar­ti­ge Grenz­gän­ger fin­det man wohl in allen Grup­pen von Beschäf­tig­ten. Sie sind dort nur nicht leicht erkenn­bar. Es gibt aber drei Grup­pen von Beschäf­tig­ten, die fast aus­schließ­lich aus Grenz­gän­gern bestehen:

Die Aus­zu­bil­den­den ken­nen ihren Lehr­be­trieb, sie bekom­men aber auch in der Berufs­schu­le Infor­ma­tio­nen, die nicht immer genau mit dem Vor­ge­hen im Aus­bil­dungs­be­trieb zusam­men­pas­sen. Wenn in einer Berufs­schul­klas­se Azu­bis aus unter­schied­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen zusam­men­kom­men, dann tau­schen sie sich auch über die Pra­xis in ihren Betrie­ben aus. Schließ­lich: Aus­zu­bil­den­de genie­ßen „Wel­pen­schutz“: Als Aus­zu­bil­den­der darf man immer wie­der fra­gen: „War­um machen wir das so?“

Neue Mit­ar­bei­ter kom­men aus ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen, dort wur­de sicher eini­ges anders gere­gelt. Neu­en Mit­ar­bei­tern muss man etwas Zeit geben, um die Abläu­fe und Ver­hält­nis­se in der neu­en Orga­ni­sa­ti­on ken­nen­zu­ler­nen. Aber nach 6 Wochen oder nach einem Vier­tel­jahr kann man als Ide­en­ma­na­ger die „Neu­en“ gezielt anspre­chen und fra­gen: „Was machen wir hier, dass bei Eurem letz­ten Arbeit­ge­ber bes­ser gelöst war?“ So kom­men gute Ide­en und Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge zusam­men.

Das Ide­en­ma­nage­ment muss ein Pflicht­be­stand­teil jeder Ver­an­stal­tung zur „Ein­füh­rung neu­er Mit­ar­bei­ter“ sein und dort vom Ide­en­ma­na­ger selbst vor­ge­tra­gen wer­den – das ver­steht sich von selbst.

Die drit­te Grup­pe der Grenz­gän­ger sind Berufs­rück­keh­re­rin­nen und Berufs­rück­keh­rer. Die­se habe ja oft lan­ge Jah­re in unse­rer Orga­ni­sa­ti­on gear­bei­tet, dann durch die Fami­li­en­pha­se etwas Abstand bekom­men, und nun sind sie wie­der da und stol­pern über die Selt­sam­kei­ten, die ihnen ohne den Abstand der Fami­li­en­pha­se gar nicht auf­ge­fal­len wäre. Auch die­se Grup­pe von Grenz­gän­gern kann man gezielt anspre­chen.

Kon­kret: Wenn das Ide­en­ma­nage­ment mehr gute Ide­en braucht, dann kann man als Ide­en­ma­na­ger gezielt Kol­le­gen anspre­chen, die ver­mut­lich schnell zu guten Ide­en kom­men. Nach mei­ner Erfah­rung fin­den sich die­se Grenz­gän­ger unter den Aus­zu­bil­den­den, den neu­en Mit­ar­bei­tern und den Berufs­rück­keh­rern. Manch­mal genügt ein Plausch am Kaf­fee­au­to­mat oder ein gemein­sa­mes Mit­tag­essen in der Kan­ti­ne, um zu neu­en Ide­en zu kom­men.

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