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Optimale Beteiligungsquote

Ide­en­ma­nage­ment ver­folgt wirt­schaft­li­che Zie­le und Human­zie­le. Die wirt­schaft­li­chen Zie­le wer­den meist als “bere­chen­ba­rer Nut­zen pro Beschäf­tig­ten und Jahr” gemes­sen. Unter­neh­men mit einem gut aus­ge­bau­ten Rech­nungs­we­sen ermit­teln auch den Return on Invest (ROI). Der ROI gibt an, wie­viel Euro ein Unter­neh­men für jeden im Ide­en­ma­nage­ment ein­ge­setz­ten Euro zurück bekommt. Human­zie­le sind bei­spiels­wei­se die Ver­bes­se­rung der Unter­neh­mens­kul­tur oder die direk­te Betei­li­gung von Beschäf­tig­ten. Für Human­zie­le gilt: Je mehr Beschäf­tig­te sich am Ide­en­ma­nage­ment betei­li­gen, desto bes­ser. Doch gilt dies auch für die wirt­schaft­li­chen Zie­le?
Die­se Fra­ge möch­te ich anhand der Daten der “Erfolgs­fak­to­ren im Ide­en­ma­nage­ment. Stu­die 2016” beant­wor­ten. Hier­zu habe ich die Unter­neh­men nach ihrer Betei­li­gungs­quo­te in vier gleich gro­ße Grup­pen auf­ge­teilt. Auf der X‑Achse ist der ROI, auf der Y‑Achse die Rechen­ba­re Ein­spa­rung pro Beschäf­tig­ten und Jahr ein­ge­tra­gen. Die Grö­ße der Krei­se gibt die Rea­li­sie­rungs­quo­te an. Damit ergibt sich fol­gen­des Bild:

Der rote Punkt mar­kiert die “armen Schwei­ne” des Ide­en­ma­nage­ments: Die Betei­li­gungs­quo­te kommt nicht über 11%, der bere­chen­ba­re Nut­zen pro Beschäf­tig­ten liegt bei 252€ im Jahr und gera­de ein­mal 29% der ein­ge­reich­ten Ide­en und Vor­schlä­ge wer­den auch umge­setzt.
Ganz anders sieht es in jenen Unter­neh­men aus, die durch den blau­en Punkt dar­ge­stellt wer­den: Die Betei­li­gungs­quo­te liegt zwi­schen 11% und 20%, doch die­se Unter­neh­men errei­chen damit den höch­sten rechen­ba­ren Nut­zen aller Unter­neh­men: 1427€ pro Beschäf­tig­ten im Jahr. Dafür wer­den 36% der ein­ge­reich­ten Ide­en und Vor­schlä­ge rea­li­siert.
Auch die Unter­neh­men des grü­nen Punkts haben ihre Vor­zü­ge: Sie erhal­ten für jeden im Ide­en­ma­nage­ment ein­ge­setz­ten Euro 3,30 Euro zurück. Das soll­te jeden hart rech­nen­den Mana­ger vom Nut­zen eines guten Ide­en­ma­nage­ments über­zeu­gen. Der rechen­ba­re Nut­zen pro Beschäf­tig­ten und Jahr ist mit 753 Euro immer­noch ansehnn­lich, 48% der ein­ge­reich­ten Ide­en und Vor­schlä­ge wer­den rea­li­siert.
Bei den Unter­neh­men mit dem schwar­zen Punkt über­wie­gen die Human­zie­le: Die Betei­li­gungs­quo­te liegt über 45%. Es fin­den sich in die­ser Grup­pe tat­säch­lich Unter­neh­men mit 100% Betei­li­gungs­quo­te: Alle machen mit! Auch die Rea­li­sie­rungs­quo­te ist mit 59% sehr hoch. Die Able­hung von Ide­en und Vor­schlä­gen kann Beschäf­tig­te ent­täu­schen, so gese­hen kan eine hohe Rea­li­sie­rungs­quo­te auch als Human­ziel gese­hen wer­den. Doch liegt der ROI bei 3% und die rechen­ba­re Ein­spa­rung mit 572 Euro eher im unte­ren Bereich.
Was zei­gen die­se Aus­wer­tun­gen? Der wirt­schaft­li­che Nut­zen liegt bei den Unter­neh­men am höch­sten, deren Betei­li­gungs­quo­te zwi­schen 11% und 45% liegt. Das ent­spricht der ange­wand­ten Pare­to-Regel, wonach rund 20% der Ein­rei­cher für rund 80% des Nut­zens im Ide­en­ma­nage­ment sor­gen. Wenn ein Unter­neh­men das Ide­en­ma­nage­ment haupt­säch­lich mit wirt­schaft­li­chen Zie­len ein­setzt, dann soll­te es eine Betei­li­gungs­quo­te in die­sem Bereich hal­ten.

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